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Objektive Bildqualitätsmessung in der Digitalforensik : MTF-basierte Quantifizierung der Bildqualität und erzielbarer Messgenauigkeit für forensische Bildanalysen

Title: Objektive Bildqualitätsmessung in der Digitalforensik : MTF-basierte Quantifizierung der Bildqualität und erzielbarer Messgenauigkeit für forensische Bildanalysen
Authors: Heuschkel, Marie Luise; Fischer, Felix; Labudde, Dirk
Contributors: Hochschule Mittweida
Publisher Information: Hochschule Mittweida
Publication Year: 2026
Collection: MOnAMi - Publication Server of the University of Applied Sciences Mittweida
Description: Bildgestützte digitalforensische Methoden wie der digital-anthropometrische Rigabgleich als forensisches biometrisches Verfahren erfordern die präzise und genaue Lokalisierung von Gelenkpunkten einer Zielperson in Überwachungsaufnahmen. Diese ist maßgeblich von der Bildqualität abhängig, deren Bewertung bislang durch subjektive Einschätzungen erfolgt. Quantitative, objektivierbare Kriterien für die forensische Verwertbarkeit von Bildmaterial fehlen dagegen. Diese Studie beschreibt einen systematischen Ansatz zur quantitativen Bildqualitätsbewertung mittels Modulation Transfer Functions (MTF), der die Kontrastübertragungsfähigkeit optischer Systeme in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz misst. Anhand eines Experiments mit einer Sigma fp Kamera und 65mm f/2 Objektiv wurde die theoretische mit der praktischen Messgenauigkeit verglichen. MTF-Messungen bestimmten das Auflösungsvermögen bei verschiedenen Blendenstufen, wobei f/2.8 die höchste Abbildungsleistung zeigte. Die gradientenbasierte Kantenlokalisierung mittels Sobel-Operator ermöglichte eine präzise Punktbestimmung. Bei 108,6m Entfernung wurde eine zentimetergenaue Messung erreicht, während bei f/22 durch Beugungsunschärfe messbare Abweichungen auftraten. Das Verfahren quantifiziert fallspezifisch die benötigte Bildqualität und die erreichbare Messgenauigkeit in Abhängigkeit von Objektgröße, Kameradistanz und Aufnahmebedingungen. Es ersetzt subjektive Bewertungen durch objektive, nachvollziehbare Kriterien und stärkt damit die Gerichtsverwertbarkeit forensischer Bildanalysen. Die Methode erfordert zwar fallspezifische Messungen, bietet aber erstmals einen standardisierten Ablauf zur quantitativen Bildqualitätsbewertung in der forensischen Praxis.
Document Type: article in journal/newspaper
File Description: application/pdf
Language: German
DOI: 10.48446/opus-16388
Availability: https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/index/index/docId/16388; http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:mit1-opus4-163885; https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:mit1-opus4-163885; https://doi.org/10.48446/opus-16388; https://monami.hs-mittweida.de/files/16388/3_NG_Sci_Rev_4_Heuschkel.pdf
Rights: https://rightsstatements.org/page/InC/1.0/ ; info:eu-repo/semantics/openAccess
Accession Number: edsbas.25FBB085
Database: BASE