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Markierungsfreie Detektion von Virus‐Membran‐Wechselwirkungen mittels oberflächenverstärkter Infrarot‐Absorptionsspektroskopie (SEIRA)

Title: Markierungsfreie Detektion von Virus‐Membran‐Wechselwirkungen mittels oberflächenverstärkter Infrarot‐Absorptionsspektroskopie (SEIRA)
Authors: Heinen, Amelie Teresa; Heermant, Saskia; Lauster, Daniel Christian; Block, Stephan; Kozuch, Jacek
Source: Angewandte Chemie ; volume 137, issue 31 ; ISSN 0044-8249 1521-3757
Publisher Information: Wiley
Publication Year: 2025
Collection: Wiley Online Library (Open Access Articles via Crossref)
Description: Zusammenfassung Die Bindung von Viren an Wirtszellen sowie die anschließende Membranfusion sind entscheidende Schritte im Verlauf einer Virusinfektion. Diese Prozesse werden durch virale Proteine vermittelt, die spezifisch an Zelloberflächenrezeptoren binden und die Fusion der viralen mit der zellulären Membran ermöglichen. Um diese Mechanismen für die Entwicklung neuer antiviraler Strategien gezielt angehen zu können, sind Methoden erforderlich, die Virus‐Membran‐Interaktionen unter in‐situ‐Bedingungen untersuchen und mechanistische Einblicke auf molekularer Ebene liefern. In dieser Arbeit stellen wir den Einsatz der oberflächenverstärkten Infrarot‐Absorptionsspektroskopie (SEIRA, engl. Surface‐Enhanced Infrared Absorption ) in Kombination mit verankerten Doppelschichtlipidmembranen (tBLMs, engl. tethered bilayer lipid membranes ) zur markierungsfreien Detektion von Virus‐Membran‐Interaktionen vor, wobei das Influenza‐A/X‐31‐Virus (IAV) als Modell dient. Unter Ausnutzung der nanometerskaligen Oberflächensensitivität der SEIRA‐Spektroskopie detektieren wir den Schwingungsfingerabdruck des Hämagglutinin‐(HA)‐Glykoproteins des IAV bei der spezifischen Bindung an die Sialinsäuren des Gangliosids GD1a in der tBLM, welche die Wirtszellmembran nachbildet. Durch eine pH‐Änderung induzieren wir die virale Fusion und identifizieren strukturelle Veränderungen im HA während seiner Interaktion mit dem Wirtsmembranmodell. Zudem ermöglicht der Einsatz deuterierter Lipide in der tBLM die Nutzung des Schwingungsisotopeneffekts, wodurch Virus‐ und Modellmembran voneinander unterschieden und Lipidmischvorgänge verfolgt werden können. Diese Methode ermöglicht neue spektroskopische Untersuchungen der Funktion und Inhibition viraler Proteine innerhalb intakter Viruspartikel.
Document Type: article in journal/newspaper
Language: English
DOI: 10.1002/ange.202502998
Availability: https://doi.org/10.1002/ange.202502998; https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/ange.202502998
Rights: http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Accession Number: edsbas.EA4464F2
Database: BASE