Die Verfassungskrise im Memelgebiet 1931/32

Titel: Die Verfassungskrise im Memelgebiet 1931/32 : insbesondere unter Würdigung der Memelkonvention und deren Auslegung im Urteil des Ständigen Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 11. August 1932 / Ulrich Pferr
Verfasser:
Veröffentlicht: Würzburg : Ergon-Verl., 2005
Umfang: XXXVIII, 258 S.
Format: Buch
Sprache: Deutsch
Schriftenreihe/
mehrbändiges Werk:
Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften ; 59
Hochschulschrift: Zugl.: Würzburg, Univ., Diss., 2004/2005
RVK-Notation:
Schlagworte:
ISBN: 3899134591
Buchumschlag
X
Lokale Klassifikation: 45 8 M 1 ; 45 7 L ; 45 12 G ; 45 12 J

Der eigentumliche Verfassungsstatus des durch den Versailler Vertrag geschaffenen Memelgebietes hat schon seit langerem die Aufmerksamkeit der Wissenschaft gefunden. Dies zum einen deshalb, weil es sich um einen der nach 1919 ganz seltenen Falle handelt, in denen ein Teilgebiet eines Staates zum Schutz der dort lebenden Bevolkerung politische Autonomie erhalten hat, zum anderen aufgrund der im Memelgebiet in der Zwischenkriegszeit entstandenen Spannungen. Aufgabe dieser Arbeit war die Untersuchung eines speziellen Konflikts zwischen dem memeldeutsch gepragten Landesdirektorium unter Otto Bottcher und der litauischen Zentralregierung, der vor dem Standigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag ausgetragen wurde und dort am 11. August 1932 zu einer uberraschenden, bis heute nicht naher untersuchten Entscheidung gefuhrt hat. Die Arbeit stellt in einem ersten Teil die geschichtliche Entwicklung des Memelgebietes bis zur "Bottcher-Krise" dar. In einem zweiten Teil werden die volkerrechtlichen Rahmenbedingungen in Gestalt der Memelkonvention und des Memelstatuts als Grundlage des eingehend dargestellten Urteils des Standigen Internationalen Gerichtshofs untersucht.