Gräfin Gessler vor Gericht
| Titel: | Gräfin Gessler vor Gericht : eine mikrohistorische Studie über Gewalt, Geschlecht und Gutsherrschaft im Königreich Preußen 1750 / von Sonja Köntgen |
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| Verfasser: | |
| Veröffentlicht: | Berlin : Duncker & Humblot, [2019] |
| Umfang: | VIII, 291 Seiten ; 23.3 cm x 15.7 cm, 707 g |
| Format: | Buch |
| Sprache: | Deutsch |
| Schriftenreihe/ mehrbändiges Werk: |
Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz. Forschungen ; 14 |
| Hochschulschrift: | Dissertation, Freie Universität Berlin, 2014 |
| RVK-Notation: |
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| Andere Ausgaben: |
Erscheint auch als Online-Ausgabe
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| ISBN: | 9783428152346 ; 3428152344 |
| Hinweise zum Inhalt: |
Inhaltsverzeichnis
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Im Jahr 1750 wurde die Gutsherrin Eleonora Grafin von Gessler im Konigreich Preuaen durch ihre Untertanen angeklagt, die Magd Anna Deppin, so grausam geschlagen zu haben, dass diese starb. Sie rechtfertigte ihre Gewalthandlungen in einem aufwandigen Gerichtsprozess, in welchem sie zum Tode verurteilt wurde. Die Studie rekonstruiert Gerichtsverfahren und Umstande des Geschehens und ordnet sie in die zeitgenossischen Diskurse um Geschlecht, Gutsherrschaft und Gewalt ein. Der mikrohistorische Zugang bietet multiperspektivische Einblicke in die Funktionsweisen von Gutsherrschaft und die Legitimierung / De-Legitimierung von Gewalt. Wie funktionierte Herrschaft vor Ort und warum wurde sie wann dysfunktional? Im Spannungsfeld von Herrschaftsanspruchen und ihrer sozialen Akzeptanz wird vor allem Gewalthandeln auch geschlechtergeschichtlich analysiert. Zudem werden zahlreiche Legitimitatsdiskurse, etwa um Erziehung, Grausamkeit und Medizin im groaeren Zusammenhang diskutiert.


